Carcharodus alceae (Esper, [1780])Malven-Dickkopffalter
Aussehen
Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von 23 - 30mm.
Die Flügeloberseiten sind mit bunten, in mehreren Brauntönen und teilweise gelblichen, gräulichen und orangen Rechtecken gemustert. Auf den Vorderflügeln verlaufen vom Rand zur Flügelmitte hin kurze, weiße Querstreifen.
Im Unterschied zu Carcharodus flocciferus gibt auf der Hinterfügel-Oberseite keine weißen Flecken.
Lebensraum
Der Falter ist sehr wärmeabhängig und bevorzugt daher warme, trockene und sonnige Gebiete, wie z. B. in Kiesgruben, Steinbrüchen, auf Trockenrasen oder Ödland. Aber auch Wegränder und landwirtschaftlich nicht genutzte Böschungen.
Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Malvengewächsen wie etwa Wegmalve, Rosenmalve oder der gewöhnlicher Stockrose.
Vorkommen
Süliches Mitteleuropa und Südeuropa (östl. Mittelmeerraum), in der Türkei und Teilen Zentralasiens bis in eine Höhe von 2.000 Metern. In D am ehesten am Oberrain und der Schwäb Alb.
Am 1. Juli 2026 konnte der Falter erstmals in der Zone III im Bundesland Salzburg durch Ernst Moßhammer nachgewiesen werden (Zoneneinteilung nach Embacher et.all 2024)
Flugzeit
In Mitteleuropa von Mitte Mai - Juni und Mitte Juli - Anfang September (in 2 Generationen)
In südlichen, heißen Regionen können bis zu 5 Generationen ausgebildet werden, die sich laufend überschneiden.
Gefährdung
Der Falter gilt als STARK gefährdet. In manchen Regionen ist er bereits ausgestorben! (2018)
Literatur & Quellen
"Die Tagfalter Bayerns und Österreichs" | Stettmer, Bräu, Gros, Wanninger | ISBN 3-931175-89-8